Physiotherapie , Physiotherapeut / tin
Der Physiotherapeut
Physiotherapeut ist ein Gesundheitsfachberuf.
In Deutschland regelt das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) seit 1994 die Ausbildung zum Physiotherapeuten. Bis dahin war in den alten Bundesländern die Bezeichnung „Krankengymnast“ üblich (vgl. Physiotherapie).
Zu dem MPhG gehört eine Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, die die dreijährige Ausbildung näher regelt. Sie umfasst derzeit 2900 Stunden theoretische und 1600 Stunden praktische Ausbildung. Der Theorie-Unterricht findet nur in staatlich zugelassenen Schulen statt. Der praktische Anteil wird zum Teil in der Schule, zum größten Teil aber in zugelassenen Praktikumseinrichtungen absolviert. Den Abschluss bildet eine staatliche Prüfung (Examen) mit schriftlichem, mündlichem und praktischem Teil.
In Österreich schreibt das MTD-Gesetz die Ausbildung und die Berufsausübung der Physiotherapeuten fest: drei Jahre mit 2525 theoretischen und 2000 praktischen Stunden. In jedem Fach sind positive Prüfungen zu absolvieren, d. h. eine Gesamtprüfung gibt es in diesem Sinne nicht. Den Abschluss bildet eine fachspezifische Diplomarbeit, die auch mündlich gerechtfertigt werden muss. Anders als in Deutschland ist in Österreich die manuelle Lymphdrainage ebenfalls Teil der Ausbildung.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Physiotherapeut
Physiologie
Die Physiologie (altgr. phýsis ,Natur' und lógos ,Lehre, Vernunft') ist als Teilgebiet der Biologie die Lehre von den physikalischen und biochemischen Funktionen von Lebewesen. Der Begriff wurde um 1525 von Jean François Fernel geprägt. Physiologisch geforscht und ausgebildet wird neben Biologie auch in der Medizin und der Psychologie.
In der Umgangssprache von Ärzten wird „physiologisch“ auch – ohne unmittelbarem Bezug zum Fachgebiet der Physiologie – im Sinne von „normal, beim gesunden Menschen auftretend, nicht krankhaft“ verwendet. Dementsprechend bezeichnet „unphysiologisch“ eine Abweichung von den normalen, beim gesunden Menschen auftretenden oder wünschenswerten Lebensvorgängen.
Die Themengebiete der Physiologie sind so vielfältig wie die der Biowissenschaften im Ganzen. Insbesondere arbeitet sie mit der Biochemie zusammen, welche früher auch „Physiologische Chemie“ genannt wurde. Der Blick der Physiologie ist auf die Dynamik biologischer Vorgänge und deren kausale Zusammenhänge gerichtet; sie analysiert also eher Veränderungen wie etwa Informationsverarbeitung denn statische Zustände. Die wichtigsten Werkzeuge – Versuchsanordnungen und Messverfahren – kommen im Fachgebiet Physiologie aus der Physik und der Chemie.
Abgeleitet von der traditionellen Gliederung der Biologie gibt es die beiden Schwerpunkte
* Pflanzenphysiologie im Fachgebiet Botanik und
* Tierphysiologie im Fachgebiet Zoologie.
Selbstverständlich befasst sich die Physiologie aber auch mit allen anderen Lebewesen außer Pflanzen, Tieren und Menschen.
Die Physiologie des Menschen ist im Fach Medizin ein eigenständiges Teilgebiet. Ohne die Physiologie wäre eine gezielte Pharmakologie nicht möglich; denn sie kann Wirkungen, Eigenschaften und Nachteile von Medikamenten teilweise beschreiben und auch voraussagen.
Physiologen analysieren die grundlegenden Lebensprozesse auf unterschiedlichen Ebenen der Komplexität; Beispiele hierfür sind:
* Enzymreaktionen in einzelnen Zellen
* die Photosynthese als hervorstechendes Merkmal oberirdischer Pflanzenorgane
* hormonelle Regelkreise, die das Lebewesen in seiner Gesamtheit betreffen.
Auch krankhafte Zustände werden untersucht, wofür sich mit der Pathophysiologie ein eigenes Teilgebiet etabliert hat. Die Grenzen der Physiologie zu Anatomie, Biochemie, Molekularbiologie, Psychologie und Neurobiologie sind fließend.
An deutschen Universitäten ist die Physiologie des Menschen meist an den medizinischen Fakultäten beheimatet und zählt mit Biochemie, Anatomie und Psychologie sowie den drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik zu den vorklinischen Fächern, die im Rahmen des Physikums auch eine staatliche Zwischenprüfung darstellen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Physiologie
Ausbildung
| Stunden | Fächer |
| 40 | Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde |
| 240 | Anatomie |
| 140 | Physiologie |
| 30 | Allgemeine Krankheitslehre |
| 360 |
Spezielle Krankheitslehre: Innere Medizin, Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Gynäkologie, Pädiatrie, Dermatologie, Geriatrie, Rheumatologie, Arbeits- und Sportmedizin |
| 30 | Hygiene |
| 30 | Erste Hilfe und Verbandtechnik |
| 40 | Angewandte Physik und Biomechanik |
| 20 | Sprache und Schrifttum |
| 60 | Psychologie/Pädagogik/Soziologie |
| 10 | Bewegungsbad |
| 120 | Bewegungserziehung |
| 100 | Physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken |
| 500 | Physiotherapeutische Behandlungstechniken |
| 150 | Massage |
| 60 | Elektro-, Licht- und Strahlentherapie |
| 60 | Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie |
| 700 |
Methodische Anwendung der Physiotherapie in den Fächern der Speziellen Krankheitslehre |
| 750 | Anwendung der Medizinfächer speziell in PT (Physiotherapie) und KG (Krankengymnastik) |
| 20 | Prävention und Rehabilitation |
| 40 | Trainingslehre |
| 60 | Bewegungslehre |
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